Mittwoch, 28. Mai 2014

Upcycling-Fundstücke: T-Shirt-Stühle

Ein weiteres Upcycling Fundstück aus Malaysia, auch dieses Mal aus Georgetown:

Statt die Stühle neu zu bespannen wurden hier ausrangierte, zerschnittene T-Shirts verwebt und verknotet. Ich finde es sieht total nach Sommer aus und lädt zum Hinsetzen und Sonne genießen ein (wenns ja hier endlich mal wieder nach Sonne aussehen würde ..) 


Eine Anleitung wie ihr T-Shirt-Garn selber herstellen könnt findet ihr bei der lieben Nähmarie:


Ich werd mal weiter auf ein sonniges Wochenende hoffen .... 

Fini. 

Samstag, 17. Mai 2014

Tutorial: Kulturbeutel zum Aufhängen

Wie versprochen zeige ich euch jetzt wie ihr den Kulturbeutel, den meine Mama von mir bekommen hat, selber machen könnt. Ich befürchte die Anleitung ist nicht geeignet für absolute Nähanfänger, ein wenig Erfahrung sollte man schon mit der Nähmaschine haben.


Ihr braucht: 



  • Baumwollstoff, gerne etwas robuster (Oberstoff)
  • Stoff für die Innenseite (Innenstoff) 
Ich habe einen Duschvorhang dafür benutzt, ein hochwertiges Wachstuch geht auch. In jedem Fall macht es Sinn ein abwischbares Material zu verwenden.
  • Vlies
Ich habe für die Innenteile (also die Taschen A,B und C) Bügelvlies in Stärke 50g/m2 benutzt. Ich hatte noch ein Stück stärkeres Vlies das ich für die Außenseite benutzt habe, ihr könnt aber auch das 50g Vlies doppelt legen.
  • 2 farblich passende Reißverschlüsse, 18cm lang 
  • Gummiband zum Verschließen, 35cm lang
  • Webband oder ähnliches für die Aufhängung, ca. 30cm lang
  • Karabiner 
  • Klettverschluss, ca. 10cm lang
  • Papier um das Schnittmuster zu zeichnen
Ich nehme für Schnittmuster gerne die Reste einer Papiertischdecke, die ich mir mal für einen Markt gekauft habe und nicht mehr benutze. Das ist nicht so starr wie Packpapier, aber auch nicht so dünn und flatterig wie Backpapier oder Folie, aber da hat ja jeder so seine eigenen Vorlieben.
  • Kreppband
  • passendes Garn 
  • Nähmaschine, Bügeleisen, Schere, Stecknadeln ... Standartausrüstung eben

Vorarbeit

So, zunächst einmal gehts an das Schnittmuster. Ich hab euch hier mal mein Schnittmuster aufgezeichnet, allerdings ist das nicht maßstabsgetreu. Die Maße der einzelnen Rechtecke lassen sich aber mit einem Lineal schnell auf Schnittmusterpapier übertragen und zuschneiden. 


Nachdem ihr das Schnittmuster auf Papier übertragen und ausgeschnitten habt, könnt ihr euch jetzt daran machen die einzelnen Teile auf dem jeweiligen Stoff festzustecken und zu zuschneiden. Achtet dabei bitte darauf, dass die Längenangaben ohne Nahtzugabe angegeben sind, diese müsst ihr beim Zuschneiden jeweils noch dazu geben. Ich habe mit einer Nahtzugabe von 1cm gearbeitet.


Wenn alle Stoffteile zugeschnitten sind könnt ihr euch daran machen die Stoffstücke auf das Vlies zu bügeln (auf Herstellerangabe achten, die meisten Vliese bügelt man bei hoher Temperatur mit Dampf auf)). Ich lege dazu immer alle meine Stoffstücke auf den Vliesbogen, bügle und schneide danach zu, das spart Material, da man die Stücke schön anordnen kann. Achtet darauf, dass ihr jeweils den Baumwollstoff mit Vlies verstärkt, der Duschvorhang oder das Wachstuch vertragen keine so hohen Temperaturen. Dann kanns schon ans Nähen gehen. 

Tasche A



Faltet das verstärkte Stoffstück an der Bruchkante, bügelt einmal darüber und fixiert die offene Seite mit ein paar Stecknadeln. Die offene Kante vernäht ihr mit einem Geradstich mit 3mm Länge, diese Stichlänge könnt ihr die ganze Zeit beibehalten. 
Anschließend wendet ihr das Stück, bügelt die Kante sauber glatt und steppt die Seite einmal knappkantig ab. 
Fertig, Taschenteil A könnt ihr jetzt erstmal zur Seite legen

Tasche B 



Schneidet das Stoffstück gerade an der Stelle auseinander, an der später der Reißverschluss sein soll. Bei mir war das ca. 5cm vom oberen Rand entfernt.
Jetzt braucht ihr das Reißverschlussfüßchen eurer Nähmaschine. Steckt den Reißverschluss am unteren Teil der Tasche fest, so dass der Reißverschluss und der Stoff rechts auf rechts liegen. Reißverschluss festnähen und das ganze mit dem oberen Taschenteil wiederholen. 
Nun bügelt ihr eine saubere Reißverschlusskante an beiden Seiten und steppt diese jeweils noch einmal ab. Und weil ihr das Bügeleisen sowieso schon in der Hand habt, schlagt ihr die obere und die untere Kante jeweils zweimal um, bügelt die Kanten glatt und fixiert sie mit ein paar Nadeln. 

Tasche C

Das ist wohl der kniffligste Teil des Kulturbeutels, aber mit ein bisschen Näherfahrung auch ohne Probleme zu meistern. Auch hier arbeitet ihr wieder mit dem Reiißverschlussfüsschen. 








Näht den Reißverschluss zunächst an die beiden Oberstoffe, anschließend an die Innenstoffteile. Dreht das Stoffstück so, dass die Baumwollseite oben liegt, bügelt die Reißverschlusskante glatt und fixiert sie. Anschließend steppt ihr beide Seiten ab. 
Näht dann den Klettverschluss mittig an der Seite des Oberstoffes an, die später die Rückseite der Tasche sein soll. Achtet darauf, dass ihr die weiche Seite des Klettverschlusses an das Taschenteil näht, sonst kleben da später 1000 Fusseln dran, wenn ihr die Tasche seperat in eurer Handtasche transportiert. Außerdem sollte der Klettverschluss ca. 3 cm unterhalb der Reißverschlusskante angenäht werden, ich hab ihn ein bisschen zu weit unten festgenäht, dann kippt die kleine Tasche immer ein wenig nach vorne, wenn sie am Kulturbeutel dran ist.





Wichtig für die nächsten Schritte ist, dass ihr unbedingt den Reißverschluss aufmacht, weil ihr sonst die Tasche später nicht mehr wenden könnt. 
Legt die beiden Baumwollteile rechts auf rechts aufeinander, steckt sie fest und vernäht alle drei Seiten mit einem Geradstich. Achtet darauf, dass die Kante oben am Reißverschluss sauber ist. Mit den beiden Innenteilen verfahrt ihr genauso, allerdings müsst ihr hier an der Unterseite der Tasche eine Wendeöffnung von 5cm lassen.
Als nächstes näht ihr den Boden eurer Tasche. Nehmt dafür eine Ecke und faltet sie so, dass die beiden Nähte gerade aufeinander liegen (das kann man ganz gut mit den Fingern erfühlen), fixiert das Ganze mit einer Nadel und macht am Besten mit einem Geodreieck eine Markierung im rechten Winkel zur Naht. Ich bin von der Ecke 2,5 cm nach innen gegangen, das könnt ihr aber variieren, je nachdem wie tief der Boden werden soll. So verfahrt ihr mit allen vier Ecken und schneidet am Schluss noch den Überstand ab.





Dann wendet ihr die Tasche, stülpt die Ecken aus und verschließt die Wendeöffnung mit einem Geradstich. Fertig ist Tasche C! 

Taschen fixieren & Finish


Legt Tasche A und B auf den Innenstoff und fixiert sie mit Nadeln, achtet dabei darauf dass das Ganze wirklich gerade und parallel zueinander ist. Bei Tasche A sollte die bereits abgesteppte Seite nach oben zeigen (also dahin wo später der Karabiner ist), näht dann die untere Kante auf dem Duschvorhang fest. Zeichnet euch die Einschubtaschen mit Schneiderkreide und Geodreieck in der gewünschten Breite an und näht diese ebenfalls fest. 
Tasche B wird jeweils an der oberen und unteren Kante angenäht.
Fixiert die raue Seite des Klettbandes und näht sie fest. 



Dann könnt ihr euch der Außenseite des Kulturbeutels widmen: Dreht dazu den Stoff so, dass die rechte Seite nach oben zeigt und fixiert das Gummiband und das Webband mittig (auf die Hälfte falten, so dass eine Schlaufe entsteht), an der kurzen oberen Seite des Stoffrechtecks. Ich benutze dafür lieber Kreppband als Nadeln, weil da die Gefahr des Verrutschens beim Darübernähen geringer ist. Ich habe aus dem Webband noch eine kleine Lasche an der Seite angebracht. 
Anschließend legt ihr die beiden Teile rechts auf rechts aufeinander, fixiert sie und näht sie mit einem Geradstich zusammen. Nicht vergessen an der Unterseite eine Wendeöffnung von gut 6cm zu lassen. Schneidet die Ecken ab, damit sich diese nach dem Wenden sauber ausstülpen lassen.




Nun habt ihrs fast geschafft: Wendet den Kulturbeutel und entfernt das Kreppband. Dann näht ihr noch einmal eine Runde am Rand entlang und verschließt so gleichzeitig die Wendeöffnung. Überstehende Fädchen abschneiden, Karabiner einhängen und Tasche C ankletten - Voila! 




Fertig ist der Kulturbeutel aus upcycelten Stoffen und kann verschenkt werden.

Ich freue mich über eure Rückmeldungen zum Tutorial und über Bilder von euren Exemplaren.

Liebe Grüße,

Fini. 

Dienstag, 13. Mai 2014

Für meine Mama ...

Nachdem Muttertag nun vorüber ist und ich keine Spione mehr hier fürchten muss, kann ich euch ja verraten was meine Mama von mir zum Muttertag bekommen hat. Leider konnte ich meine Mama am Sonntag nicht sehen, deshalb hab ich das Geschenk ein paar Tage zuvor zu ihr geschickt. 
So sah das Ganze dann verpackt aus: 


Drin befanden sich Mamas Lieblingsschoki, ein Kulturbeutel zum Aufhängen und eine Karte, die ich aus einem Atlas gebastelt habe. Mama ist in letzter Zeit ganz schön viel auf Achse und mir war vor kurzem aufgefallen, dass sie keinen schönen Kulturbeutel hat, sondern mit irgendeinem nicht ganz so schönem Werbegeschenk unterwegs ist. Ich schwöre auf zusammenrollbare Kulturbeutel zum Aufhängen, die haben sich auf meinen Reisen als super praktisch und platzsparend erwiesen, also war auch völlig klar wie der für Mama aussehen sollte.



Zusammengerollt sieht mein Erstlingswerk so aus und wird von einem Gummiband zusammengehalten, da störts dann auch nicht, wenn der Kulturbeutel mal ein wenig überladen sein sollte. 




Aufhängen lässt sich er sich mit einem Band an dem ich einen Karabiner befestigt habe. Das obere Fach hat Einstecklaschen, in der Mitte habe ich ein Reißverschlussfach aufgenäht. Der untere Teil besteht aus einer seperaten kleinen Kosmetiktasche, die sich mithilfe eines Klettverschlusses einfach abnehmen lässt und in der Handtasche verschwinden kann. Reingepackt habe ich ganz lecker duftendes Kakaoduschgel und eine Bodylotion. 



Der Kulturbeutel ist selbstredend ein Upcyclingprodukt: Der grüne Stoff war mal eine Chudidar aus Indien, die ich sehr geliebt habe. Seit ich wieder in Deutschland bin trage ich sie allerdings überhaupt nicht mehr und finde aber der Stoff hat es einfach verdient regelmäßig angeschaut zu werden, statt im dunklen Schrank zu liegen. Der graue Stoff ist ein Duschvorhang mit Marylin Monroe Print, der dank Fehlkaufentscheidung einer Freundin in meiner Stoffkiste landete. Der Duschvorhang eignet sich super gerade zum Ausfüttern von Kosmetiktaschen und dergleichen, weil er beschichtet ist und sich abwischen lässt. Gleichzeitig ist er aber nicht so starr und reißanfällig wie das meiste Wachstuch und lässt sich somit wesentlich stressfreier verarbeiten. 

Ich sitze gerade noch an einem Tutorial für den Kulturbeutel und werde das bald mit euch teilen. Bestimmt wandern demnächst auch ein paar dieser Exemplare ins Lädchen.

Und was gabs bei euch am Muttertag so? 

Fini. 




Dienstag, 6. Mai 2014

Für Mama ...

Jede Mama ist die Beste und das darf gerade am Muttertag nicht vergessen werden. Ich hab mal im Netz gestöbert und ein paar Ideen für euch gesammelt, abseits vom klassischen Blumenstrauß oder der obligatorischen Schachtel Pralinen.
Mir ist es wichtig, dass Mama am Muttertag eine kleine Aufmerksamkeit bekommt, dass das Ganze aber nicht zu einem Konsumfest a la Weihnachten, Ostern, Valentinstag, Halloween ... ausartet. Deshalb gibts für meine Mama mit Sicherheit etwas Selbstgemachtes und vor allem Zeit. 

How to make a mason jar vase and frame

Marmeladenglasvase mit Bilderrahmen, mit Anleitung gefunden bei Homestories

Schallplatten-Armreif

Wunderschöner Armreif aus einer Schallplatte von Morendo Memoria

Servietten-2

Spontan verliebt: wundervolle Fuchs-Leinenservieten von Momoselle mit Anleitung


Upcycling-Idee von Nähmarie: Hängetöpfe aus Spitzendecken

Was meine Mama zum Muttertag bekommt darf ich an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten, ihr erfahrt das aber bald.
Fröhliches Stöbern und Nachbasteln wünsche ich euch,

Fini. 

Freitag, 2. Mai 2014

Upcycling-Fundstücke: Pflanzenwand

Da ich mich selbst schon sehr lange mit dem Thema Upcycling beschäftige, werde ich hier immer wieder Upcycling-Fundstücke von unterwegs zeigen. Vielleicht inspirieren sie euch ja zum Nachmachen. 
Über dieses Upcycling-Projekt bin ich in Georgetown, Malaysia gestolpert. Eine bepflanzbare Wand aus Holzdielen und leeren Konservendosen habe ich bereits in Deutschland gesehen, fand sie aber trotzdem sehr schön und simpel nachzumachen.


Die Version einer Pflanzenwand an der anderen Hausseite fand ich allerdings noch etwas kreativer und witziger. Statt Konservendosen sind hier alte Schuhe verwendet worden und zu Blumentöpfen umfunktioniert. 


Wahrscheinlich ist der Mief der getragenen Schuhe ein perfektes Nährmedium für die Pflanzen =) Ein fröhliches Nachbasteln und Gärtnern wünsche ich euch!