Mittwoch, 25. November 2015

Retrostoff fürs Baby ...




Am Wochenende gehts nach Berlin und da ist neben Tanzsport auch ein Babybesuch angesagt. J. hat sich für den Zwerg eine Decke gewünscht, damit wir ihn auch angemessen begrüßen können und den Stoff dafür ausgesucht. 
Aus einen gelben Retro-Blumenkissen aus Wien, Bettwäsche, einem Hemd und einem Reststück aus der Wühlkiste vom Möbelschweden ist eine kuschelige Babydecke geworden. Ich bin ganz verliebt in die Farben! Mein Lieblingsstoff ist die Umrandung - das ist eine Bettwäsche, die auf einem Dachboden ausgegraben wurde, gut abgelagert und viel gestreichelt. Allerdings konnte ich mich nicht dazu überwinden diese tolle Bettwäsche komplett zum Vernähen freizugeben, da es aber nur die beiden Deckenbezüge zu mir geschafft haben, habe ich aus der einen Decke ein Kopfkissen genäht, das dann mit dem anderen Deckenbezug in unser Bett wandert. Der Rest ist in den Stoffschrank eingezogen.
 

 

 

 


Die Rückseite ist plain braun geworden und aus einem Bettwäscherest gestückelt - das sieht man glücklicherweise nicht so sehr. Insgesamt ist die Decke  100 mal 140 Zentimeter groß und mit einem halbierten Deckeninlay gefüttert - so ist sie ein gutes Polster für untendrunter und hält bei Bedarf auch wunderbar warm. 




Ich freu mich aufs Verschenken! Achja und ich sitze schon wieder an der nächsten Decke, scheint irgendwie Decken-Zeit zu sein. 
Liebe Grüße,

Fini. 

Mittwoch, 18. November 2015

Geburtstagsschürze nach fremdem Schnittmuster


Ich steh ja eigentlich so gar nicht auf Schnittmuster, zumindest auf Fremde nicht. Am liebsten baue ich mir meine Schnittmuster selber, da weiß ich was ich hab und muss mich an keine Anleitungen halten. Wahrscheinlich ist das Hauptproblem tatsächlich das "Sich-an-eine-Anleitung-halten" und gar nicht so sehr das Schnittmuster selber. Neuerdings probiere ich aber doch immer mal wieder gekaufte oder gefreebookte Schnittmuster inklusive Anleitung aus und stelle fest - doch gar nicht so schlimm sich an eine Anleitung zu halten und ich bekomme viel schneller zum Ziel, da ich nicht 5 Teile probenähen muss. Jaja, auch ich kann was lernen .... 
Vorletztes Wochenende musste ein ganz schnelles Geburtstagsmibringsel her, schnell heißt Samstagmorgen feststellen, dass man für die Einladung am Abend noch ein Geschenk braucht. Selbstgemacht war klar und weil der zu beschenkende Freund ein leidenschaftlicher Hobbykoch ist, fiel die Wahl auf eine selbstgenähte Schürze. Eine schnelle Pinterest-Runde führte mich zu dem Freebook von leni pepunkt. Runtergeladen, ausgedruckt, J. einen Stoff für den Freund aussuchen lassen (die Wahl fiel auf eine Bettwäsche vom Möbelschweden, die schon länger ihr Dasein in meinem Stoffschrank fristet), zugeschnitten, schnell ans Maschinchen gesetzt .... Ergebnis: Schnitt ist super easy, die bebilderte Anleitung total einfach und gut geschrieben (fast schon zu ausführlich für jemanden der regelmäßig näht), Schürze ist schick und mega schnell genäht. Anschließend das Schürzchen statt mit der Tasche mit Logo bedruckt, Schleifchen drum, fertig! Kam beim Geburtstagskind super an und passte sehr gut zu den geschenkten Kochbüchern. 




Das war für mich eine ermutigende Erfahrung zum Thema "fremde" Schnittmuster und macht Lust auf mehr! J. war so freundlich Modell zu stehen, weil Henriette noch immer unten in der Halle steht und auf die "Wünsche ans Universum Kiste" aufpasst - aber bald zieht die liebe Henriette wieder nach hier oben um - muss! 

Die zweite Schürze ist auch schon durch das Maschinchen gerattert, die bleibt aber noch geheim, weil Weihnachtsgeschenk und so ... Also pssst! 

Fini. 

Freitag, 13. November 2015

Zu spät: HandmadeKultur


Irgendwie sollte das nicht sein ... Die Ausgabe Juli bis Oktober 2015 trudelte irgendwie ganz spät bei mir ein, dann war hier Chaos, dann stand der Upcycling Papier Workshop an, dann war ich Workshop bedingt unterwegs ... und irgendwie bin ich jetzt viel zu spät dran mit meinem Post zur HandmadeKultur, denn seit Anfang November ist ja schon die Neue da. Trotzdem will ich euch den Post nicht vorenthalten - ich hab die Ausgabe nämlich die ganze Zeit mit mir rumgeschleppt, im Nachtdienst drin geblättert und unterwegs immer wieder reingeschaut. Wie immer überzeugt mich das Design und das hochwertige Papier der Ausgabe - ich bin definitiv ein haptischer Mensch und Papier muss sich einfach gut anfühlen. 

Was ich auf jeden Fall nachnähen werde ist das 5 Minuten Portmonee von frauhsnaehwelt. Ich habe den Schnitt schon länger auf meinem Pinterest Board gespeichert und bin gespannt, ob ich das auch in 5 Minuten schaffe. Das kommt auf jeden Fall auf die Weihnachtsgeschenke-To-Do-Liste. 


Dolle gefreut habe ich mich über den Bericht über Ronja Lotte vom Blog Nur noch. Den Blog habe ich nämlich tatsächlich erst vor ein paar Wochen entdeckt und mich sofort festgelesen. Ich mag Ronja Lottes Schreibstil sehr und vor allem die vielfältigen und kreativen Upcycling Ideen. Ronjas Scabbleuntersetzer haben mich daran erinnert, dass ein ganz ähnliches Projekt schon seit Monaten sein unfertiges Dasein in der UFO-Kiste fristet. Mal guggen ob ich es demnächst schaffe das endlich fertig zu machen (ich müsste lediglich mal noch die Ecken begradigen, aber hm ...). Außerdem gibt es schon lange ein Glasprojekt in meinem Kopf, das ich auch endlich mal angreifen sollte/möchte - gerade warte ich aber noch auf Gravieraufsätze für meinen Dremel. 


Mein persönliches Highlight ist die Anleitung für den Weekender! Der ist total schick und wird definitiv ein Weihnachtsgeschenk - auch wenn ich ein wenig Respekt vor der Anleitung haben - ich nähe so ungern nach konkreten Anleitungen und mir graut auch ein wenig vor den unendlichen Schnittteilen. Aber ich werde mal über meinen Schatten springen. Stoff schwebt auch schon in meinem Kopf rum, das wird auf jeden Fall wieder ein Upcycling-Projekt, vielleicht mit Cord statt Kunstleder .... 


Liebe Beccy, vielen Dank für das Zuschicken der HandmadeKultur und sorry für den späten Bericht! Ich werde mich jetzt wieder meinen Adventskalendervorbereitungen widmen. 

Fini. 

Mittwoch, 11. November 2015

Eine schöne Bestellung und ein Dankeschön

Im Moment tut sich ja aus Zeitgründen gerade nichts im Lädchen, aber Aufträge und besondere Wünsche erfülle ich natürlich trotzdem gerne. Noch viel lieber für liebe Menschen, die ich kenne - das war schön, mal wieder länger an der Maschine zu sitzen, statt Schutt zu schaufeln oder diverse andere Renovierungs- und Umbauarbeiten zu machen. 
Gewünscht waren eine Lunchbag, zwei Wärmflaschenhüllen und ein Kosmetikbeutel zum Aufhängen - und dank der tollen Herbstsonne ließ sich die Bestellung auch wunderbar draußen fotografieren.

Die Lunchbag habe ich aus einer Cordhose zusammengeschnippelt - auf der Vorderseite ist mein neuer Lieblingsstoff! Eigentlich habe ich mir selbst heimlich ein Stoffkaufverbot auferlegt (irgendwie mache ich das ständig, aber so wirklich erfolgreich bin ich nicht), aber an der Rotkäppchenbettwäsche konnte ich bei meinem letzten Secondhandladenbesuch nicht vorbeigehen!!




Der Stoff ist so wunderschön und mega gut erhalten. Es tummelt im weiteren Motivverlauf sogar noch ein Jäger! Ich habe schon mindestens zig Trillionen Projekte für den Stoff im Kopf ... 


Das Innenleben der Lunchbag besteht aus gebügelten Platiktüten, das ist ein erstes Experiment. Weil ich die Empfängerin der Lunchbag ja gut kenne, darf sie die gebügelten Tüten auf ihre Reißfestigkeit und Tauglichkeit als Innenfutter testen - ich bin mal gespannt, ob das eine Alternative zu den Duschvorhängen sein kann, die ich normalerweise zum ausfüttern von allem was nass werden darf verwende. 

Statt einem Kosmetikbeutel habe ich gleich zwei genäht. Der Rechte ist ein Dankeschön für eine ganz tolle Stoffspende mit wunderschönen Stoffresten aus Indien, die auch gleich bei den beiden Beuteln zur Verwendung gekommen sind. Außerdem ein Duschvorhang, ein Bettlaken aus Indien und ein Vorhang. 





 




Die kleinen Kosmetiktaschen sind wie immer zum Abnehmen und in-die-Handtasche-wandern (oder wohin auch immer), befestigt werden sie mit Kamsnaps am Hängebeutel. 



Zusammenrollen, Gummi drum, einpacken, fertig! 


Die beiden Wärmflaschenhüllen hatten kurzzeitig Potential mich wahnsinnig zu machen. Ich habe meinen selbst gebastelten Schnitt nicht gefunden, also habe ich schnell einen Neuen gezeichnet, der dann aber viel zu groß war, dann hat das nicht gestimmt und dies und dann hat auch noch die Maschine gezickt ... Eigentlich ein easy-peasy-näh-ich-mal-schnell-Ding so eine Wärmflaschenhülle und bestimmt auch schon 100 mal gemacht ... Naja, fertig geworden sind die beiden dann ja doch noch. 



Die senfgelbe Hülle ist aus einem Pullover und einem superschicken Retro-Kissenbezug den J. in einem Secondhandladen in Wien gefunden und mir mitgebracht hat (das ist übrigens auch eine super Methode um eine Stoffkaufsperre zu umgehen). Die braune Hülle ist aus einem Pullunder und einem Vorhang genäht. 




Um ehrlich zu sein würde ich die Gelbe gerne selber behalten, weil die Farbe so toll ist - aber nichts da, die Sachen machen sich auf den Weg .... 

Samstag, 7. November 2015

Workshop: Upcycling Papier

Diese Woche durfte ich einen Workshop für eine Gruppe von jungen Menschen, die gerade einen Bundesfreiwilligendienst leisten, geben. Eigentlich bin ich ja eine Stofftante, aber auch Papier kommt mir immer mal wieder unter die Hände oder unter die Maschine. 



Die Teilnehmer haben das Material für den Workshop selbst mitgebracht, Unmengen an Altpapier, Kartons, Geschenkpapier, Zeitschriften und Büchern. Ich habe als Inspiration ein paar Sachen vorgebastelt und habe zu Beginn ein paar Techniken erklärt, dann gings schon los. Die Jungs und Mädels waren mit vollem Elan bei der Sache, unglaublich geschickt und voll mit tollen Ideen - ich habe da und dort ein paar Tipps gegeben, Klebehilfe geleistet und Designs besprochen, vor allem aber habe ich gestaunt und geknipst und war total begeistert von der Kreativität und der Lust etwas zu schaffen. 





Es gibt bestimmt Menschen, die Workshops super ordentlich organisieren, ich gehöre definitiv nicht dazu. Um mich herum entsteht immer innerhalb kürzester Zeit ein heilloses Chaos, wenn ich am werkeln bin - so sah auch unser Workshopraum aus, zwischen Papier, Kleber und Schneidemaschine wurde Kaffee getrunken, Kuchen genascht, gequatscht und viel gelacht. 




Besonders beliebt waren Notizbücher, ganz ungewöhnlich für die vermeintliche Generation 2.0. Ganz verschiedene Büchlein sind mit unterschiedlichen Techniken entstanden, alle auf ihre Art etwas ganz besonderes. 








Außerdem haben meine Teilnehmer Postkarten, Geschenktüten, Perlen, Windlichter, ein Schmuckkästchen, ein Traumfänger und viele andere Kleinigkeiten aus Papier fabriziert, das sonst sicherlich in die Tonne gewandert wäre. 





Mein absolutes Lieblingsstück ist ein Lampenschirm aus bedruckten Buchseiten, Wolle und Schaschlikspießen - das Papier ist toll, die Form gefällt mir total gut und die Idee, die Wolle überkreuz an der Unterseite anzubringen, damit die Lampe ein interessantes Muster auf den Boden wirft, ist toll!



Da ich nicht nur für den Workshop sondern auch als pädagogische Begleitung für den Rest der Woche dabei war, hat uns noch ein zweites Mal die Papierbastelwut gepackt. Am letzten Tag sind wunderschöne beklebte Marmeladengläser entstanden, die die Gruppe das ganze Jahr über begleiten werden. In ihnen darf jeder für sich im Laufe des Jahres Marmeladenglasmomente sammeln - schöne, berührende, inspirierende Erlebnisse, die es wert sind nicht so schnell im Alltagsgewusel verloren zu gehen. Die Gläser werden auf jedem zukünftigen Seminar dabei sein und wer mag darf auch bei den anderen schöne Momente ins Glas packen. Am Ende des Jahres bekommt dann jeder ein gefülltes Glas mit Erinnerungen. Das habe ich nun schon mit ein paar Jahrgängen gemacht und es war jeder Mal wieder eine tolle und sehr berührende Sache. Schaut selbst wie individuell und besonders die Gläser geworden sind. 







Vielen Dank für eine inspirierende, kreative und einzigartige Woche! 

Fini.