Freitag, 18. November 2016

Altes Holz für die Küche

Unser Umzug könnte möglicherweise tatsächlich bald ein Ende haben. Langsam hab ich nicht mehr dran geglaubt. Aber tatsächlich ist mittlerweile alles hier im neuen Zuhause angekommen  - und muss noch nur ausgepackt werden, pah Kinderspiel! Auf jeden Fall weiß ich jetzt, was ich beim nächsten Umzug anders organisieren würde, allerdings ist das vollkommen hinfällig, weil das ja quasi unser letzter Umzug war. Nun ja, man lernt nie aus. 
Was den Umzugsstress möglicherweise etwas potenziert hat, ist die Tatsache, dass wir neben umziehen auch noch einiges an Möbeln selber bauen wollten. Das gleichzeitig zu tun kann ich definitiv nicht empfehlen - auch wenn es schließlich alles gut geklappt hat. 
Aus unserem alten Zuhause hatten noch einen gut gehorteten Fundus an langen, alten (völlig verdreckten) Holzbohlen - vermutlich Fichte oder Kiefer. Die haben wir auf Länge geschnitten, Aussparungen für die Rohre reingesägt (hier liegen nämlich alle Heizungsleitungen Aufputz), mit dem Bandschleifer bearbeitet und mit Bio-Bienenwachs behandelt. Das sind meine ersten Versuche mit Bienenwachs - bis jetzt kann ich sagen: lässt sich gut verarbeiten, riecht sehr angenehm und bringt die Maserung gut zur Geltung. Die Zeit wird zeigen, ob das als Oberflächenbehandlung für die Küche taugt, allerdings kommt das Holz ja auch nicht direkt mit Feuchtigkeit in Kontakt - deshalb denke ich, das passt. 
Eigentlich wollten wir die Regalbretter mit Winkeln befestigen, haben uns dann aber dagegen entschieden. Es gibt nämlich keine schönen Winkel zu kaufen und eine DIY Lösung war uns dann doch zu zeitintensiv. Wir haben die Regale mit Gewindeschrauben, die eigentlich für Rohrschellen gedacht sind an die Wand geschraubt - d.h. ein Löcher in die Wand, Dübel rein, Gewindeschraubendingsi drauf, ganz genau am Brett anzeichnen und mittig Löcher bohren und auf die Gewindeschrauben stecken. Vom Prinzip her hält das jetzt, für das Gewürzregal haben wir es auch so gelassen, für die langen Regalbretter war es uns dann aber doch zu kippelig. Also haben in die Ecken der Regalbretter kleine Löcher gebohrt und das Ganze nach oben mit einem Drahtseil abgespannt. Damit die Bretter auch dort bleiben wo sie sollen, werden sie jeweils von einer Klemme von unten gehalten. 


Ich finds wunderschön und bin entzückt wie viel Stauraum sich nun plötzlich aufgetan hat. Die selbst gebaute Küchenzeile zeig ich euch ein ander Mal. Die Küche ist mittlerweile auch schon fast fertig eingeräumt.
Und ich gestehe hiermit, dass ich ein totales Faible für aufgeräumte und cleane Interior-Fotos habe - bei meinen eigenen Bildern aber doch lieber die Realität abbilde. Wohnen möchte ich nämlich in einer solche cleanen Umgebung nicht. Und dass in den Bildern Umzugsgerümpel und Wekrzeugkram rumsteht, ist zwar nicht so wahnsinnig dekorativ, aber dann doch so, wie es eben ist. 
Habt es schön,

Fini.

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